Fakten zur Oststraße
 

Fakten

Hier finden Sie alle Fakten zum Ausbau der Oststraße in chronologische Reihenfolge.

Zur Information: Herr Hierling war Bauherr der Wohnhäuser Oststraße 1 und Oststraße 1a und gleichzeitig Bauunternehmer und im Straßenausbau auch für die Gemeinde Oberkotzau tätig. 

01.07.1937

Baugenehmigung zur Errichtung des Wohnhauses Hofmann bestätigt in Punkt 3) Vor Baubeginn ist eine Summe von mindestens 400RMk für Straßenbaukosten sicherzustellen und der in die Straße fallenden Grund hypotheken-, kosten- und lastenfrei an die Gemeinde abzutreten.

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21.03.1939

Hinterlegung von 600RMk beim Bankgeschäft Karl Schmidt, Oberkotzau als Strassensicherungskosten im Zuge des Büroaufbaus Oststraße 1 durch Herrn Hierling

23.03.1939

Bestätigung des Bezirksamts Hof über die Hinterlegung von insgesamt 1000RMk beim Bankgeschäft Schmidt in Oberkotzau zugunsten der Marktgemeinde Oberkotzau durch Herrn Hierling

28.02.1940

Im Zuge der Baumaßnahmen von Herrn Hierling bestätigt der Bürgermeister des Marktes Oberkotzau, dass sowohl keine Einwendungen gegen die Bauausführung hat als auch keine Straßenanliegerkosten mehr zu leisten sind.   1940.png

08.01.1941

Erklärung des Herrn Hierling: Ich erkläre mich bereit die Straßenbaukostenfrage vor meinen Grundstücken wie folgt zu regeln: 

1. Die Straße wo ich beiderseits mit meinen Grundstücken angrenze baue ich auf eigene Kosten aus. Ferner baue ich auf eigene Kosten und selbst den Straßenteil entlang meines alten Anwesens Hs.Nr. 328 in Richtung Döhlaubergweg aus. 

2. Den Straßenteil entlang meines Bauhofs in Richtung Döhlaubergweg und den Straßenteil in Richtung des Wohnhauses Pfadenhauer, wo ich mit meinem Grundstück nur einseitig an die Straße grenze, bin ich bereit die anteiligen Kosten zu übernehmen. Die bereits hinterlegten 1000RMk können für diesen Zweck verwendet werden. 

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10.07.1974

Bau der Kanalisation in der Oststraße und Anschluss der Wohnhäuser an die Vollkanalisation

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Gegenwärtiger Wert der damals hinterlegten Geldbeträge zum geplanten Straßenausbau

1940 lag das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers bei ca. 2000 Reichsmark. Die hinterlegten 1000 Reichsmark entsprachen also sechs Monatseinkommen. 

Übertragen auf das heutige Durchschnittseinkommen würde das einen hinterlegten Wert von knappen 20.000€ bedeuten. 

Höchstwahrscheinlich werden die hinterlegten Beträge der Vorbesitzer mit einem Faktor unter 1 auf die tatsächlich anfallenden Kosten angerechnet. 

Der Bauunternehmer Hierling sicherte einen Ausbau der Straße 1941 auf eigene Kosten mit Bestätigung der Gemeinde zu. Leider fehlen hierzu die Unterlagen, die die durchgeführten Arbeiten belegen. Hier hätte jedoch der Markt Oberkotzau kontrollieren und dokumentieren müssen, was anscheinend damals nicht umgesetzt wurde.